Französisch Lernen Online

Der Wegweiser beim Lernen der französischen Sprache

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Die französische Aussprache ist ein langer, ruhiger Fluß…

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Nachfolgend ein Beitrag zur französischen Aussprache von Beau:

Die französische Wikipedia sagt über die französische Aussprache (la prononciation):

„Die Aussprache ändert nicht den Sinn des Wortes, sondern stammt aus dem Kontext, in dem man sie gelernt hat: die Epoche, der Ort, wo man geboren ist, oder wo man lebt, aber auch die soziale Klasse und die Erziehung“.

Ja, Epoche, Ort, soziale Klasse und Erziehung! Besonders diese zwei letzten machen in der Aussprache der französischsprechenden Bevölkerung den krassesten Unterschied (kann man das Wort „krass“ auf Deutsch steigern?)!

Und bitte: denkt nicht, dass ich ein jugement de valeur (Werturteil) machen will! Wie ist die französische Aussprache meines ach,so! kultivierten Literaturlehrers, oder meiner uralten Freundin, der Marquise de Mortemouille, – oder jenes tätowierten und gepiercten Prolos? (Nein, nicht der Proletarier im marxistischen Sinne – der edle Arbeiter im Klassenkampf – sondern der Angehörige des Pöbels, der einen Mangel an Kultur, Kultiviertheit und Stil zeigt). Die Aussprachen unterscheiden sich extrem – abgesehen vom Inhalt des Diskurses.

Aber ich möchte hier nur von zwei Aspekten der französischen Aussprache im „Hochfranzösischen“ reden: die Liaison und die „Melodie“.

Was die Liaison betrifft, könnt Ihr hier einen guten Artikel lesen: http://fr.wikipedia.org/wiki/Liaison_(linguistique) und auch die deutsche Version: http://de.wikipedia.org/wiki/Liaison_(Sprachwissenschaft) ).

Wenn man die obligatorische, die fakultative und die unmögliche Liaison nicht respektiert – ist das kein gepflegtes Französisch!

Das, was ich „Melodie“ nenne, betrifft hier nur das gepflegteste Französisch (kann man das Wort „gepflegt“ auf Deutsch steigern?). Das kann auch „Akzent“ heißen: man kann das tadelloseste Hochfranzösisch mit dem ausländischen Akzent sprechen.

Und auch: ein Marseillais, ein Ch’ti, ein Belgier, ein Kanadier…, die alle Hochfranzösisch sprechen, können manchmal ertappt werden! Es liegt in der Weise, wie sie ihren Diskurs sagen – das, was ich eben „Melodie“ oder „Farbe“ nennen würde.

 

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Habt Ihr mein Geschreibsel bis hierher gelesen? Bravo! Ich werde Euch mit einem Witz belohnen. 

Ein französischsprachiger Afrikaner sieht in einer Apotheke geschrieben:

„Homéopathie“

Der Afrikaner sagt: „Pauv’e Juliette!“ („Arme Julia!“).

Was ist Amüsantes dabei?

Der Witz ist ganz blöd. Aber was man dabei lernt, ist eine Charakteristik der afrikanischen Aussprache vom Französischen. Nicht vergessen, daß 78 Millionen Afrikaner Frankophone sind (32 Millionen „réels“ und 46 Millionen „partiels“)! Eine der Charakteristiken ist, daß der Laut „r“ nicht ausgesprochen wird.

Das witzige dabei ist, dass „Homéopathie“ bei ihm ‚oméo pa’ti („Roméo parti“) ausgesprochen wird. Deswegen Pauv’e Juliette! („Pauvre Juliette“).

Wie gesagt, ist der Witz ganz blöd, aber Ihr habt dabei etwas über einen der vielen Aspekte der französischen Aussprache gelernt – wer weiß, ob Ihr morgen mit einem Afrikaner sprechen werdet!

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