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Die französische Nationalhymne: Marseillaise

21 Kommentare

Die Marseillaise ist die Nationalhymne von Frankreich. In diesem Beitrag findest du interessante Infos zur Entstehung, den Text der Hymne, die deutsche Übersetzung sowie die Möglichkeit die Marseillaise anzuhören.

Die Entstehung der französischen Nationalhymne

Der ursprüngliche Titel der Hymne war “Chant de guerre pour l’armée du Rhin”, übersetzt “Kriegslied für die Armee des Rheins”. Hintergrund dieses Titels ist die Kriegserklärung an Österreich im April 1792. In dieser Zeit wurde auch die Marseillaise von Claude Joseph Rouget de Lisle verfasst. Die Hymne ist eine Widmung an den Grafen Luckner, der in Cham in der Oberpfalz (Bayern) geboren wurde. Aus diesem Grund erklingt täglich um 12:05 Uhr vom Rathausturm in Cham (Oberpfalz) die Marseillaise als Glockenspiel.

Der Text der Marseillaise

Die erste Strophe und der Refrain:

Allons enfants de la Patrie,
Le jour de gloire est arrivé!
Contre nous de la tyrannie,
L’étendard sanglant est levé.(2x)
Entendez-vous dans les campagnes
Mugir ces féroces soldats?
Ils viennent jusque dans vos bras
Egorger vos fils, vos compagnes.

Refrain
Aux armes, citoyens,
Formez vos bataillons,
Marchons, marchons!
Qu’un sang impur
Abreuve nos sillons!

Die deutsche Übersetzung der Marseillaise

Die deutsche Übersetzung der ersten Strophe und des Refrains:

Auf, Kinder des Vaterlands!
Der Tag des Ruhms ist da.
Gegen uns wurde der Tyrannei
Blutiges Banner erhoben. (2x)
Hört Ihr auf den Feldern
die grausamen Krieger brüllen?
Sie kommen bis vor eure Arme,
Eure Söhne, Eure Ehefrauen zu köpfen!

Refrain
Zu den Waffen, Bürger!
Formiert eure Bataillone,
Vorwärts, marschieren wir!
Damit unreines Blut
unserer Äcker Furchen tränke!

 

Den gesamten Text der Marseillaise mit Übersetzung findet ihr z.B. unter http://de.wikipedia.org/wiki/Marseillaise#Nationalhymne. 

Kritik an der Marseillaise

Die Hymne steht auf Grund der in dem Text geschilderten Gewalttaten häufig in der Kritik. Auch aus diesem Grund brachten Lehrerverbände 1892 die Friedens-Marseillaise im Umlauf. Auch diesen Text findet Ihr z.T. in dem Wikipedia-Artikel.

Melodie

Hier kannst du die Marseillaise hören und den Text mitlesen:

Mich würde interessieren, welche Erfahrungen ihr mit der Hymne gemacht habt? Wann habt ihr sie zum letzten Mal gehört (vielleicht bei der Fussball-WM?). Wie gefällt sie euch? Stört euch der Inhalt der Hymne? Schreib doch einen kurzen Kommentar.

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21 Kommentare bisher ↓

  • 1 coco // 7. Oktober 2008 at 14:56

    Naja, mich stört der Inhalt nicht direkt, aber es ist schon sehr seltsam zu hören, wenn man es versteht bzw. weiß um was es sich handelt…
    Ich denke gerade als Deutscher muss man sich eher “Fremdschämen” für soeinen Text. Denn dadurch werden ja auch wir unfreiwillig an das erinnert, was Deutschland International in ein schlechtes Licht geworfen hat.

  • 2 Jenny // 22. Oktober 2008 at 00:09

    Mich stört der Text nicht, immerhin stimmt es ja und ich finde nicht das sich die Deutschen “Fremdschämen” müssen, als wenn wir die einzigen wären, und was damals passiert ist, dafür kann ja heutzutage keiner mehr was dafür, außerdem gibt es heute überall Krieg und das eigentlich schon immer.

  • 3 ANSI // 24. Oktober 2008 at 20:33

    Mich stört der Text überhaupt nicht. Die Melodie gefällt mir, und die Revolution ist für die Franzosen eben wichtig, desshalb haben sie den Text behalten. Einige Stellen werden auch häufig missverstanden. Man muss eben genau die Hinergründe(der Revolution) kennen, um etwas darüber sagen zu können. In deutschland ist ja auch nur noch die dritte Strophe Hymne(ihr wisst ja wieso). Vielleicht kürzen die Franzosen ihre eines Tages auch , und nehmen die meiner Annsicht ungewalttätigse die mit “Amour sacré de la Patrie,” losgeht oder die die Friedens-Marseillaise, aber dann ist die Revolution wieder weg… Wie auch immer, viele Hymnen beinhalten Gewalt. Lassen wir sie einfach Hymnen sein.

  • 4 Andreas Barzen // 8. Juni 2009 at 17:34

    ich finde deninhalt des textes sehr brutal besonders, sie kommen und schneiden euren söhnen die kehle durch. meiner meinung nach sollte man eine neue nationalhymne in frankreich einführen

  • 5 Gerlinde Lang // 15. Juni 2009 at 18:59

    Ansi, ich finde Du hast recht! Nationalhymnen sind nun mal was Pathetisches, auch die Ialienische und die Russische haben das drauf, der Pathos halt oft was mit Revolution zu tun.
    Die Franzosen können, im Gegensatz zu uns, stolz auf ihre Geschichte sein, und unsere Werte, die wir heute schätzen, verdanken wir ja auch zum Teil der Franz. Revolution,die ja eine bürgerliche war, und keine wie unsere kleine 1848. “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” – wer will dem widersprechen! Vielleicht mus große Gewalt in der Not auch mit Gewalt bekämpft werden – aber das ist ein anderes Thema und führt uns zu Che, Castro und dem 30jährigen Krieg!

    Vive la Marseillaise!

  • 6 Beau // 26. September 2009 at 15:21

    Ich finde den Inhalt des Textes sehr brutal besonders, sie kommen und schneiden euren Söhnen die Kehle durch. meiner Meinung nach sollte man eine neue Nationalhymne in Frankreich einführen.

    Ha, ha, ha, lieber Andreas! Du sollst das nicht so ernst nehmen. Gott sei Dank, die Franzosen haben einen wunderbaren sens de l’humour (Sinn für Humor?). Wußtet Ihr, was jeder zweite Franzose sagt, nachdem die letzte Zeile gesungen worden ist (… qu’un sang impur abreuve nos sillons.)? Er/sie sagt: poil au croupion!

  • 7 Beau // 26. September 2009 at 18:05

    Ich bitte um Entschuldigung.

    Darf ich Euch, bitte, fragen, wie wird hier zitiert und wie wird in kursiv geschrieben?

    Recht herzlichen Dank im Voraus.

  • 8 Bene // 27. September 2009 at 17:37

    Hallo,

    kein Problem. Ich wusste es bisher auch nicht…
    Hab es jetzt nachgeschaut:
    Zitieren geht über <blockquote>Zitat</blockquote>
    Kursiv über: <em>kursiv</em>

    Ich habe Ihr Kommentar bereits überarbeitet.

  • 9 Beau // 27. September 2009 at 18:56

    Oh, lieber Benedikt, ich danke Dir!

    Deine Seite ist sehr schön. Obgleich ich eigentlich Deutsch lerne, lerne ich hier sehr viel.
    Das heißt die Reziprozität – nein, Entschuldigung! – die Wechselseitigkeit. Tod den Gallizismen! Tod den Anglizismen! – in meinem geliebten Deutsch!

    Aber darf ich Dich, bitte, fragen: warum siezt Du mich? Kati hast Du in einem anderen Thread – Entschuldigung: Diskussionsfaden – geduzt:

    Hi Kati,
    unter http://www.teachmaster.de/cms/3-0-Programm.html kannst du dir den Vokabeltrainer herunterladen. Nach der Installation kannst du mit dem Programm Vokabeln lernen, so wie es in dem Artikel beschrieben ist.

  • 10 Bene // 27. September 2009 at 19:35

    Hi,
    danke für deine Nachricht! Das freut mich zu hören.
    Ich hatte gedacht, dass du das “Sie” gewählt hast und es deswegen auch genommen.
    Das “Du” ist mir aber auch lieber! :-)

    Grüße
    Benedikt

  • 11 Laura // 20. Juni 2010 at 19:37

    Hey Leute, danke für die Hymne, sie hat mir sehr weitergeholfen. Da wir sie morgen im französischcours brauchen.
    Wie sagt der Franzose so schön MERCI

  • 12 Joschi // 20. Dezember 2010 at 17:53

    Ich denke, dass ein derartiges Angstschühren auf nationaler Ebene vor, irgendwelchen “Feinden des Vaterlandes”, vor allem wenn es hauptsächlich auf irgendwelchen erdachten Perversitäten beruht verabscheuungswürdig ist.
    Noch viel morbieder finde ich allerdings die Stelle mit dem “unreinen”
    Blut das irgendwelche Äcker tränken soll. Alles in Allem denke ich das man sich Gedanken darüber machen sollte, was für ein Gemeinschafftsgefühl man mit einem Lied ausdrückt, welches Hass und Vergeltung heraufbeschwöhrt und Lobpreist.

  • 13 Ziegenbart // 13. Januar 2011 at 16:15

    So seh ich das auch, Joschi.

    Ich finde die hymne mit ihren rassistischen und gewalttätigen passagen auch verabscheuungswürdig. Jeder der diese hymne toll findet, sollte sie sich wirklich mal ganz und genau durchlesen und sich durch den kopf gehn lassen.

    Das die kinder in frankreich auch sowas gleich erlernen, ist dann wohl jedem klar und was dabei heraus kommen kann, wenn minderjährige passagen wie, ich zitiere 3te und

    1te strophe: ”Sie kommen bis in eure Arme, Eure Söhne, eure Frauen zu köpfen!”

    Aus der 3ten strophe
    ”Was! Ausländisches Gesindel
    Würde über unsere Heime gebieten!

    …zu hören bekommen?

    Da regt man sich über das deutschlandlied auf, welches 1841 aus liebe zum vaterland, und nicht aus hass aufs ausland geschrieben wurde, und ein kleiner dummer mann in den 30ern missinterpretierte und umschrieb… aber man selbst redet eine brutale und rassistische hymne schön. Das deutschlandlied ist nen harmloses blümchen im vergleich zu la marseillaise! Was soll man da als nachbar schon denken wenn die franzosen groß “Ausländisches Gesindel” aufsingen (klar, fast jeder franzsose meint es wohl nicht so aber singt es dennoch lautstark und bewusst auf) ?

    Diese nationalhymne ist also völlig inakzeptabel (zumindest für mich) und wirft in meinen augen frankreich in ein schlechtes licht. Ich rate jeden, seine meinung über diese hymne nochmal zu überdenken. Ich weis, die franzosen haben sie aus der revollutionszeit aber die ist schon über 200 jahre vergangenheit und passt in keinster weise mehr in die heutige zeit. Was würde das ausland bitteschön denken, wenn wir plötzlich anfangen “Ausländer raus” “Ihr seit gesindel” zu rufen bzw singen?

    Gruß, der Ziegenbart

  • 14 Beau // 13. Januar 2011 at 19:21

    Lieber Ziegenbart, Du sollst das nicht so ernst nehmen!
    Die kleinen, deutschen Schüler lesen doch dieses wunderschöne Gedicht – und in der Poesie ist alles erlaubt!
    (Hast Du keine reiche Tante?).

    Der Tantenmörder
    (Frank Wedekind, 1905)



    Ich hab’ meine Tante geschlachtet,

    Meine Tante war alt und schwach;

    Ich hatte bei ihr übernachtet

    Und grub in den Kisten-Kasten nach.


    Da fand ich goldene Haufen,
    Fand auch an Papieren gar viel

    Und hörte die alte Tante schnaufen

    Ohn’ Mitleid und Zartgefühl.



    Was nutzt es, daß sie sich noch härme –
    Nacht war es rings um mich her –
    Ich stieß ihr den Dolch in die Därme,

    Die Tante schnaufte nicht mehr.



    Das Geld war schwer zu tragen,

    Viel schwerer die Tante noch.
    Ich faßte sie bebend am Kragen
    Und stieß sie ins tiefe Kellerloch. –



    Ich hab’ meine Tante geschlachtet,

    Meine Tante war alt und schwach;

    Ihr aber, o Richter, ihr trachtet
    Meiner blühenden Jugend-Jugend nach.

  • 15 Niklas J. // 26. März 2011 at 23:56

    Mich stört der Text vollkommen. Nicht wenn ich ihn auf französisch höre und auch nicht weil der Text alleine so schlimm ist. Einfach die Gewissheit, Nationen zu haben, die in ihrer Nationalhymne nur von Krieg und das Abschlachten reden ist wirklich abartig. Die Nationalhymne präsentiert das jeweilige Land nach außen hin und dies könnte (theoretisch) auf die Franzosen bezogen werden. Ich meine, dass ist (fast) so als würden im GG stehen: Bei Verteidigungsfall des Landes hat der Staat (und damit das Militär) das Recht die unwürdigen verseuchten Eindringlinge abzuschlachten und den Boden mit Blut zu tränken.

    Im Gegensatz zum Grundgesetz gehört das Thema Krieg aber nicht (zwangsweise) in eine Nationalhymne.

    Das Problem, was ich mit dem Text habe, bezieht sich allerdings nicht nur auf das Thema sondern vielmehr auf den Ausdruck. Diese Nationalhymne ist gewaltverherlichend und das finde ich völlig inakzeptabel.
    Kleine Kinder singen schon mit 2-3 Jahren diese Nationalhymne. Ich wette Sie lassen ihre Kinder (falls Sie welche haben) keine extrem gewaltverherlichenden Filme, Gedichte oder sonstiges Material in die Finger kriegen.

    Zudem weiß man nicht, welchen psychologischen Wert der Text spielt, denn wir Menschen nehmen nicht nur bewusst sondern zu einem großen Teil unterbewusst Sachen war. Wenn er immer solche Texte hört “stumpft der Mensch ab”. Das heißt, dieses Thema macht ihm nicht mehr so viel aus, es wird sogar positiv dargestellt und beeinflusst die Leute maßgeblich.

    Das ist meine Meinung. Es werden mir wahrscheinlich viele Leute wiedersprechen und es gibt sicherlich auch viele Gegenargumente auf meine Gründe, allerdings ist das meine feste Meinung.

    Die Homepage finde ich super

  • 16 Niklas J. // 27. März 2011 at 00:00

    Und zu Beau: Nur weil du ein Beispiel für ein gewaltverherlichendes Gedicht hast, welches (anscheinend) in Schulen vorgelesen wird, heißt das noch lange nicht, dass dies richtig und gut ist. Es wurden auch Bomben im Krieg abgeworfen und das ist auch kein Grund nochmal ein paar Raketen abzufeuern.

  • 17 hans-peter // 11. April 2011 at 10:25

    diese seite ist super coole informationen und geile sachen xd

  • 18 Dietmar // 25. Mai 2011 at 11:47

    Vielen Dank für diese wirklich informative Seite :O). Zu der Marseillaise habe ich folgende Frage. Welcher Teil wird vor Fußballspielen gesungen, doch nicht der komplette ?! Danke vorab für Antworten.

    Salutations
    Dietmar

  • 19 Beau // 27. Mai 2011 at 17:05

    Es werden vor Fußballspielen nur die erste Strophe (le premier couplet) und Refrain gesungen. Sowieso kennt nur ein Franzose aus hundert das ganze Lied!

    Und wie schon erwähnt, sagt jeder zweite Franzose, nachdem die letzte Zeile gesungen worden ist (… qu’un sang impur abreuve nos sillons! = “Das unreine Blut tränke unserer Äcker Furchen!”): poil au croupion! (= “das Haar am Bürzel!”), weil “croupion” reimt mit “sillons”.

  • 20 sophie // 14. Dezember 2011 at 17:17

    Ich finde den Text einfach nur schrecklich, aber die Melodie relativ gut.Außerdem klingt sie im Französischen viel schöner als im Deutschen.Findet ihr nicht auch?

  • 21 Herby // 1. Juli 2012 at 10:51

    Musik: schmissig, mitreißend, als Nationalhymne einzigartig.
    Text: niederschmetternd, feindselig, eine scheußliche Visitenkarte!

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